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Sichtbarkeits-Check · Folge 1 · Berlin

Zwei Unternehmen, ein Problem

Das eine baut Memory für AI Agents. Das andere pflanzt Wälder. Unterschiedlicher geht kaum. Und trotzdem stehen beide vor genau derselben Wand.

Deep Tech · Open Source

cognee

AI Memory für Agents. 26.000 Sterne auf GitHub. Und ein X-Profil, auf dem nichts passiert.

vs.
Impact · Renaturierung

MIYA forest e.V.

Tiny Forests nach der Miyawaki-Methode. Ein Video mit 25.000 Views. Und fünfzehn mit 400.

26.000
Sterne auf GitHub für cognee
981
Follower auf X. Gepostet wird dort nichts.
25.000
Views für ein MIYA-Video. Nie auf eine zweite Plattform gebracht.

Das ist kein Reichweitenproblem. Das ist ein Verteilungsproblem. Der Trust ist bei beiden längst da, er steht nur an der falschen Stelle herum.

Die ganze Folge, 24 Minuten

Wir gehen live durch jede Plattform beider Unternehmen. Website, GitHub, LinkedIn, Instagram, YouTube, TikTok, X, Facebook, Reddit.

Veröffentlicht 17.07.2026 24:31 Mit Anthony Molleker und Marc-Anton Beckmann Auf YouTube ansehen

Wo beide stehen, Plattform für Plattform

Genau der Rundgang aus der Folge, in einer Ansicht. Türkis heißt: läuft. Lila heißt: vorhanden, aber ohne Strategie. Pink heißt: liegt brach.

MIYA forest e.V.
Instagram
2.600 Follower, alle 3 bis 4 Tage ein Upload, einheitliches Design, echtes Engagement. Hier läuft es.
LinkedIn
551 Follower. Wird genutzt, um zu dokumentieren, nicht um zu positionieren. Kein Leitfaden erkennbar.
YouTube
100 Abos, 16 Videos. Ein Marokko-Film mit 25.000 Views, der Rest bei 200 bis 500.
Facebook
300 Follower. Ein Post am 12. Juni, davor der 12. Januar. Zwei Posts in einem halben Jahr.
Website
Organisches Design, klare Mitmach-Wege, starker Vorher-Nachher-Effekt. Die Mission wird erst auf der zweiten Ebene klar.
Gesicht
Stefan, der Gründer, scheint durch. Aber nur durch. Kein System dahinter.
cognee
GitHub
26.000 Sterne. Die aktivste Plattform mit Abstand. Hier lebt die Community.
X
981 Follower und kein Content. Die Plattform existiert nur als Beleg, dass es sie gibt.
LinkedIn
5.000 Follower, ein Post pro Woche. Dokumentarisch. Das eine echte Value-Piece hatte sofort das beste Engagement.
Reddit & Discord
Ungewöhnlich für eine Brand und genau richtig für Open Source. Echter Austausch findet statt.
YouTube
1.100 Abos, 71 Videos, bestes Video 8.000 Views. Rhythmus schwankt zwischen 2 Wochen und 10 Monaten.
TikTok
122 Follower. Hohe Qualität, gutes Editing, Klickzahlen bei 300 bis 400. Der CEO traut sich, aber selten.
läuft konsequent vorhanden, ohne Strategie liegt brach

Unsere Punkte

Bewertet werden Frequenz, Konsistenz, Botschaft, Plattform-Passung und ob ein Gesicht hinter der Marke sichtbar ist.

66von 100

cognee

26.000 Entwickler lieben das Produkt. Die Glaubwürdigkeit ist da. Sie kommen nur noch nicht dort an, wo Kunden und Kapital scrollen.

Größter Hebel: die eigene Arbeit verteilen. Jedes Release ist ein Post, der sowieso entsteht.
58von 100

MIYA forest e.V.

Reif für den Sprung. Starke Mission, echte Beweise, ein viraler Hit auf YouTube. Was fehlt, ist ein Gesicht.

Größter Hebel: die Follower dorthin drehen, wo Flächen vergeben werden. Das ist LinkedIn, nicht Instagram.

Der Marokko-Effekt

Ein Video von sechzehn hat 25.000 Views. Die anderen liegen bei 200 bis 500. Der Unterschied ist ein einziges Thumbnail: vorher und nachher. Zieht selbst.

Vorher · karge Fläche Nachher · Wald
„Greening Morocco's Drylands" Zwei Jahre zwischen den beiden Hälften 25.000 Views
Wir waren bei diesem Projekt selbst dabei. Deshalb wissen wir: zwischen Before und After liegen genau zwei Jahre.

Leute wollen sehen, dass es geschafft wurde. Nicht hören, nicht lesen. Sehen. MIYA hat diesen Effekt auf der Website und in genau einem Thumbnail eingesetzt, und genau dort ist der virale Hit passiert. Dieselbe Mechanik liegt in jedem einzelnen Tiny-Forest-Projekt bereit, unbenutzt.

„Es fehlt ganz klar eine Personal Brand. Menschen verbinden sich am allerersten mit Menschen. Es ist eine emotionale Mission. Da ist es wichtig, dass Menschen mit Menschen connecten."

Toni, über MIYA forest e.V.
Randnotiz aus der Folge

Wir kennen Stefan persönlich. Dieser Mann hat einen Drive für dieses Projekt, der sich nicht reproduzieren lässt. Kein gebuchter Sprecher könnte das ersetzen. Er muss vor die Kamera, weil nur er zu 100 Prozent dahintersteht.

Drei Schritte, die für beide gelten

Für das Renaturierungsprojekt genauso wie für das AI-Startup. Die Reihenfolge ist nicht optional.

1

Wo sind eure Kunden wirklich

Eine Plattform. Höchstens zwei. Den Rest lasst ihr erstmal liegen. Bei MIYA sitzen die Entscheider auf LinkedIn, weil dort Schulen, Vereine, Kommunen und Unternehmen sind, die Flächen zur Verfügung stellen können. Trotzdem liegen die 2.600 Follower auf Instagram und nur 551 auf LinkedIn. Genau andersrum wäre stark.

2

Erfolge plattformübergreifend reproduzieren

Der Marokko-Film ist auf YouTube durch die Decke gegangen. Warum liegt er nicht auf LinkedIn, nicht auf TikTok, nicht in einem Reel-Schnitt? Wenn ein Format einschlägt, ist das kein Zufall, das ist eine Vorlage. Und keine Burst-of-Content-Aktion, bei der drei Videos an einem Tag rausgehen und danach drei Wochen nichts.

3

Ein Gesicht aufbauen und durchziehen

Das Trustsiegel, das keine Konkurrenz kopieren kann. Bei cognee versucht es der CEO auf TikTok. Bei MIYA scheint Stefan durch. Beides zu selten. Eine Personal Brand baut man nicht über Nacht, aber bei einem gesichtslosen Produkt wie einem AI-Brain ist ein echter Mensch mit echten Sätzen der stärkste Hebel überhaupt.

Der einfachste Content-Hack der Folge

cognee aktualisiert seinen Quellcode sowieso, ständig. Toni hat in der Folge gefragt, warum daraus nicht automatisch Content wird. Die ganze Pipeline sieht so aus:

cognee · release notes
$ git tag v0.9.4
+ new API for agent memory
+ 3x faster graph retrieval
+ fixed session persistence

$ # entsteht sowieso, jede Woche
→ AI →
c
cogneeauf X, wo 981 Follower warten

Agent memory just got a new API. Graph retrieval is now 3x faster. Ship your agents with memory that actually persists.

Aufwand: null. Der Text schreibt sich aus dem Changelog.

Im Original: „Warum nimmt man nicht die Updates, die man eh macht, packt sie rein in die AI und lässt sich einen Text generieren? Fertig." Der Trust ist da, 26.000 Sterne beweisen ihn. Es fehlt nur die Weiterleitung dorthin, wo Kunden und Kapital scrollen. Und ausgerechnet eine AI-Firma lässt diesen AI-Hebel liegen.

Der eigentliche Punkt

2026 sind alle sichtbar. Präsenz ist die Eintrittskarte, nicht der Vorteil. Der Vorteil entsteht erst danach.

Alle Brands sind mittlerweile auf allen Plattformen aktiv. Die Frage ist nicht mehr, ob ihr da seid. Die Frage ist, wie ihr aus der Menge herausstecht, ohne darin unterzugehen. Und das geht über die Menschen, die für die Sache brennen. Nicht nur die Gründerin oder der Gründer. Auch Teamleads, auch langjährige Mitarbeitende, auch Praktikanten mit Potenzial.

Unsere Regel: jeder vierte oder fünfte Post zeigt ein Gesicht.

Drei Ausschnitte in 30 Sekunden

Wenn 24 Minuten gerade zu viel sind.

XPulse Branding Lab ist eine Personal-Branding-Agentur in Berlin, die Founder aus Impact, Climate Tech und AI dabei unterstützt, langfristig online sichtbar zu werden und planbar Inbound-Anfragen zu bekommen.

Häufige Fragen

Was ist eine Sichtbarkeitsanalyse?

Eine Sichtbarkeitsanalyse prüft, wo ein Unternehmen online auffindbar ist und wie konsequent es dort auftritt. Wir schauen uns Website, Suchmaschinen, KI-Antworten und alle relevanten Social-Plattformen an und vergeben einen Score von 0 bis 100. Bewertet werden Frequenz, Konsistenz, Botschaft, Plattform-Passung und ob ein Gesicht hinter der Marke sichtbar ist.

Wie viele Plattformen sollte ein Founder bespielen?

Eine, maximal zwei. Und zwar die, auf denen die Kunden wirklich sitzen. Erst wenn dort eine Contentstrategie steht und organischer Traffic entsteht, wird der Content auf die nächste Plattform mitgenommen. Vorher nicht. Fünf Plattformen halb zu bespielen wirkt schlechter als eine Plattform konsequent, weil die Leute genau sehen, ob jemand dahintersteht.

Warum braucht ein Unternehmen eine Personal Brand?

Weil 2026 alle Unternehmen auf allen Plattformen präsent sind. Präsenz ist die Eintrittskarte, nicht der Vorteil. Der Unterschied entsteht über Menschen: Gründerin, Gründer, Teamleads. Menschen bauen Vertrauen zu Menschen auf, nicht zu Logos. Unsere Regel ist, dass jeder vierte oder fünfte Post ein Gesicht aus dem Team zeigt.

Wer macht in Berlin Personal Branding für Founder in Climate Tech und AI?

XPulse Branding Lab ist eine Personal-Branding-Agentur in Berlin, die Founder aus Impact, Climate Tech und AI dabei unterstützt, langfristig online sichtbar zu werden und planbar Inbound-Anfragen zu bekommen. Unsere Leistungen sind Personal Branding für Founder, LinkedIn Content-Strategie und Produktion, Online-Sichtbarkeit und Marketing-Kampagnen.

Wie bekomme ich meine eigene Analyse?

Zwei Wege. Schreibt „Check" in die Kommentare unter eines unserer Videos, dann schicken wir euch die Analyse kostenlos als PDF. Oder ihr buchet direkt einen Termin, dann gehen wir sie gemeinsam durch.

Die analysierten Unternehmen

Beide bekommen ihre vollständige Analyse von uns kostenlos. Wir haben sie ausgewählt, weil wir die Projekte stark finden.

cognee

AI Memory für Agents, Open Source

MIYA forest e.V.

Tiny Forests nach der Miyawaki-Methode, Eberswalde

XPulse Branding Lab

Personal Branding für Founder, Berlin
Euer Check

Wo liegt euer Trust gerade ungenutzt herum?

Wir schauen uns eure Plattformen an, vergeben Punkte und sagen euch, wo der größte Hebel liegt. Kostenlos, als PDF, ohne Verkaufsgespräch.

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